FeedCottunni
HeilkundeBrockhaus 1882

Cottunni (Cotunni, Cotugno oder Cotugni, Domenico), ital. 2* und Anatom, geb. 29. Jan. 1736 zu Ruvo im Neapolitanischen, studierte zu Neapel Medizin und hielt später Vorlesungen über Chirurgie daselbst. Seinen Ruf begründete er durch das Werk De aquaeductibus auris humanae internae, worin namentlich die nach C. benannte Cottunnische Wasserleiter im Felsenstück des Schläfebeins beschrieben ist. Er übernahm 1766 die Professur der Anatomie an der Universität zu Neapel, wurde 1812 Rektor der Universität und starb 6. Okt. 1822. Von seinen Schriften ist noch zu erwähnen «De ischiade nervosa commentariuso (Neap. 1765) und De sedibus variolarum syntagma (Neap. 1769), worin der Sitz der Blattern nur in die Haut, nicht in die innern Teile, verlegt wird. ö

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 4, S. 637Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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