FeedBär (frz. mouton, pilon, engl. ram, stamp)
HeilkundeBrockhaus 1882

Bär (frz. mouton, pilon, engl. ram, stamp), der eiserne oder hölzerne Klotz der Rammmaschine; auch der mit stählerner Bahn versehene eiserne Klotz eines Vertikal⸗ oder Fallhammers, der, zwischen Führungen senkrecht emporgehoben, in der gleichen Rich⸗ * herabfallend die Schlagwirkung ausübt. aer (Karl Ernst von), einer der vielseitigsten und geistreichsten Naturforscher der neuesten Zeit, eb. 17./28. Febr. 1792 auf dem väterlichen Gute iep in Estland, besuchte das Gymnasium zu Reval, dunmn in 1810—14 in Dorpat Medizin und nahm ann in einem großen Militärlazarett zu Riga im Winter 1812—13 Gelegenheit, raktisch zu üben. Zu seiner weitern Den a llichen Ausbildung wandte er sich nach Deutschland, wo er unter tomie beschäftigte und die Belanntschaft mit Nees von Esenbeck auf seine geistige Richtung von großem Einfluß wurde. Seit 1817 unter Burdach Prosektor in Königsberg, wurde B. 1819 zum außerord., bald nachher zum ord. Professor der Zoologie ernannt, übernahm 1826 an Burdachs Stelle die Leitung der anatom. Anstalt, folgte 1829 einem Rufe nach Petersburg, gab aber, durch Familienverhältnisse bewogen, seine Stellung als Akademiker schon 1830 wieder auf und kehrte nach Königsberg zurück. Von neuem berufen, ging er einige ahre später wieder nach Petersburg und blieb eitdem eins der thätigsten Mitglieder der Akademie. uf Kosten der Regierung unternahm er mehrere Reisen zur Erforschung Rußlands, deren Erebnisse teils in den Mémoireso, teils in den Buletinso der petersburger Akademie mitgeteilt sind. In den J. 1851—56 widmete er sich im Auftrage der Regierung der n wusf Kuste der Fischereien im Peipussee, an den russ. Küsten der Ostsee und am Kaspischen Meere, worüber er in einem russ. Werke (4 Bde., Petersb. 1857—59, nebst Atlas) berichtete; 1862 nahm er zwar seinen Abschied als Akademiker, wurde aber zum Ehrenmitglied erwählt. Er starb 28. Nov. 1876 zu Dorpat. B.s Schriften zeichnen sich aus durch philos. Tiefe und sind vermöge klarer und geordneter Darstellung ebenso anziehend wie allgemein verständlich. Er beschäftigte ch vorzugsweise mit der schwierigen Lehre von der Da und die Wissenschaft verdankt seinen Bebungen die wichtigsten Aufschlüsse über die Entwickelung organischer Körper. Mit einer Epistola de ovi mammalium et hominis genesid (Lpz. 18²7⁷) Wenten setzte er den Gegenstand in zwei andern Werken, der Entwickelungsgeschichte der Tieres (2 Bde., Königsb. 1828—37) und «Untersuchungen über die Entwickelung der Fischer (Opz. 1835), fort. Später gab er eine Schrift «lber doppelleibige Mißgeburten» (Petersb. 1845) heraus. In der Folge gab er außer einer Reihe von Schriften über anthropol., insbesondere kraniolog. Gegenstände noch eine «Selbstbiographien Petersb. 1866) sowie «Reden, gehalten in wisenschaftlichen Versammlungen und kleine Auf-Hera 5. Zu den Inhaltso (3 Bde., 1864 — 75) aus. In „Beiträgen zur Kenntnis des Russischen Reichsv 7 1—26, Petersb. 1839—68) sind viele Arbeiten S enthalten, namentlich hat er darin übersichtliche Berichte über die wissenschaftlichen Reisen zur Erforschung Rußlands (Bd. 9, Petersb. 1845—55) bie en. Aus Wöerdi Nachlasse veröffentlichte Stieda ie Schrift: eüber die homerischen Lokalitäten in der Odysseer (Braunschw. 1877). Vgl. Stieda, K. E. von B. Eine biograph. Skizzer (Braunschw. 1877).

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 2, S. 462Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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