Cötus (lat.), eine Gesamtheit von Schülern, die gemeinsamen Unterricht empfangen. Der Ausdruck wird namentlich dann angewendet, wenn wegen zu großer Schülerzahl für Eine Klassenstufe mehrere Abteilungen (Cöten) gebildet werden müssen. Beginnen und beendigen die zu einer Klassenstufe gehörigen Cöten den Klassenkursus gleicheitig, so heißen sie Parallelcöten; in ihnen nden Aufnahme und Versetzung in der Regel einmal jährlich statt. Erfolgen aber Aufnahme und Versetzung halbjährig und werden dann die Klassen so in zwei Cöten geteilt, daß der eine dem andern immer um einen halben Klassenkursus voraus ist und daß diejenigen Schüler, welche den ganzen Klassenkursus absolviert, aber die Versetzung in die nächst höhere Klasse nicht erreicht haben, den Cötus deredei und daher schon ein halbes Jahr später versetzt werden können, so werden die beiden Cöten als Wechseleöten bezeichnet. In einem großen Teile Preußens bestanden bisher an frequenten Gymnasien Parallelcöten; statt deren sind neuerdings Wechselcöten vorgeschrieben worden.