FeedCox (John Edmund)
Literatur & SpracheBrockhaus 1882

Cox (John Edmund), engl. Schriftsteller, geb. 1812 in Norwich, wo er in der Lateinschule seine Erziehung empfing. Im All-Souls-College in Oxford studierte er Theologie und wirkte dann als Geistlicher an verschiedenen Pfarrstellen in Norfolk und seit 1844 in London. Seine Schriften behandeln vorzugsweise theol. und freimaurerische Gegenstände. Unter den erstern verdienen Erwähnung seine Principles of the Reformationo (1844) und Proteéstantism contrasted with Romanismoy (1852). Daneben veranstaltete er Ausgaben von James' „Bellum Papales, sowie von den (Works of Cranmero. Unter den Freimaurern bekleidete C. Lon-Jahre den Posten des Kaplans der Großen Loge von England und veröffentlichte außer manchen kleinern für das Freimaurertum interessanten Schriften Dr. Ashe's manual and lectureso (1870) und «The old constitutions of the order o (1871). C. ist auch Kaplan der Königl. Gesellschaft der Musiker und lieferte in seinen „Musical recollections of the last half century (1872) interessante Beiträge zur neuern Geschichte der Musik in England. Coxa (lat.) die Hüfte. Coxalgie Freiwilliges Hinken), s. u. Hinken. Coxeie (Michael), niederländ. Maler, s. Coxis. Coxe (Henry Octavius), engl. Gelehrter, geb. 1811, empfing seine Erziehung in der Westminsterschule in London und im Worcester-College, Oxford, trat in den geistlichen Stand und wurde 1838 als Unterbibliothekar in der Bodleyanischen Bibliothek in Oxford angestellt, an der er seitdem (von 1860 an als Oberbibliothekar) bis ans Ende seines Lebens wirkte. Daneben war er Inhaber einer Pfründe in Wytham in Berkshire und wurde für das J. 1842 zum Prediger an der Universitätskirche in Oxford, für das J. 1868 zum Prediger an der königl. Hofkirche in Whitehall ernannt. Ehrenmitglied der Worcester-und Corpus-Christi-Colleges, sowie der Royal Society of Literature veriah C. zugleich die Amter eines der Curatoren der Universitätsgalerien in Oxford und eines der Delegaten der Clarendon Press „. Als Schriftsteller machte er sich durch die Herausgabe der „Chronicles of Wendover Keusch 1841—44) für die Englische Historische Gesellschaft, sowie durch die Herausgabe des KMetrical life of Edward the Black Prince, in French, by Chandos Heralde (Lond. 1842) und von Gowers' Vox Clamantiso für den Roxburghe-Club (Lond. 1850) bekannt. Außerdem verfaßte er den Catalogue of the Mss. belonging to the Colleges and Halls of Oxford (Orford 1852) und die Catalogues of the Greek and other Mss. in the Bodleiano. C. starb in Oxford 8. Juli 1881. Coxe (William), engl. Reiseschriftsteller und Historiker, geb. 7. März 1747 zu London, trat 1771 in den geistlichen Stand und machte als Führer des jungen Grafen von Pembroke 1775—79 eine Reise ders einen großen Teil Europas. Ein Ergebnis derselben waren seine Sketches on the natural, civil and political state of Switzerlando, die nach einem zweiten Besuche des Landes in einer Umarbeitung unter dem Titel Travels in Switzerland and the country of the Grisons „ (3 Bde., Lond. 1789) erschienen und in der vierten Auflage (1801) durch eine Geschichte der Revolution von 1798 vermehrt wurden. Als bnbree des nachmaligen Parlamentsmitgliedes Whitbread trat er 1784 eine neue Reise durch das südl. und nördl. Europa an, bereiste 1786 die Schweiz und Frankreich und 1794 Holland, Deutschland und Ungarn. Seine Beobachtungen legte er in den Travels in Poland, Russia, Sweden and Denmarko (5 Bde., Lond. 1784—90; 4. Aufl. 1803; deutsch von Pezzl, 3 Bde., Zür. 1785—95) nieder. C. kam in den Be mehrerer an Wilen Pfründen, wurde 1805 Archidiakonus in d far erblindete in seinen letzten Lebensjahren und tarb 8. Juli 1828 zu Bemerton. Als Geschichtschreiber trat er zuerst mit den nach Familienpapieren bearbeiteten Memoirs of Sir Rob. Walpole (3 Bde., Lond. 1798) auf, denen (Memoirs of Horatio Lord Walpoles (Lond. 1802), (History of the house of Austria (3 Bde., Lond. 1807; deutsch von Dippold und Wagner, 4 Bde., Lpz. 1810—17), Historical memoirs of the Bourbon Kings of Spaino (3 Bde., Lond. 1813) und (Memoirs of John, Duke of Marlborougho (3Bde., Lond. 1817—19; deutsch, 6 Bde., Wien 1820) folgten. Er gab auch The private and original correspondence of the Duke of Shrewsbury (Lond. 1821) heraus. Nach seinem Tode erschienen: Memoirs of the administration of Henry Pelham (2 Bde., Lond. 1829).

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 4, S. 653Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

Auf derselben Druckseite 2

Ähnliche Artikel 6

Mehr aus Literatur & Sprache 6