Coxis, Cockisien (nach Vasari) oder Coxcie (Michael), niederländ. Maler, geb. zu Mecheln um 1498, lernte die Kunst unter Bernhard von Orley und Schoreel. Später ging er nach Rom, studierte den Rafaelschen Stil und fertigte namentlich Frescogemälde, z. B. in Sta.⸗Maria dell' Anima. Nach seiner Heimat urückgekehrt, wurde er Hofmaler Philipps II. und kam zu alichen: Taln Er starb infolge eines unglücklichen Falls 5. März 1592 in Mecheln. C. gehört zu denjenigen niederländ. Meistern, welche den Einfluß der ital. Kunst .— mit den Traditionen ihrer altheimatlichen chule des 15. Jahrh. zu verbinden wußten. Arbeiten von 22 finden sich in Ste.⸗Gudule und Dame des Victoires in Brüssel, in Ste.⸗Gertrude zu Löwen, in der Gemäldesammlung Rieon Christus Gcher Petrus und Paulus, von besonders glücklicher Nachahmung Rafaels, aber sehr beschädigt. n Verbindung flandr. und ital. Manier zeigen die Bilder in der Akademie von Antwerpen, sowie ein heil. Sebastian in der Marienkirche ebendaselbst. Auch die Jakobskirche zu Gent, die Jesuitenkirche zu Brügge, der St. Veitsdom in Prag u. s. w. besitzen Bilder von seiner Hand. Die Mehrzahl seiner Werke ging nach Spanien. Vorzüglich berühmt ist seine Kopie des großen, von den Gebrüdern van Eyck gemalten genter Altarwerks, welche er für König Philipp II. von Spanien fertigte. Gegenwärtig finden sich die Tafeln derselben zerstreut in Berlin, München und Gent. Man schreibt ihm dichte 32 Zeichnungen mit Kompositionen zur Geschichte der Psyche zu, in denen sich eine Annäherung an Rafaels Stil ausspricht, auch im einzelnen Skizzen von Rafael benutzt sein mögen. Die Blätter wurden von Agostino Veneziano und Mare Anton Raimondi gestochen. Auch sind Glasgemälde nach ihnen gefertigt worden. [Hinken.