Croquet, ein besonders in England, neuerdings aber auch in Deutschland sehr beliebt gewordenes Ballspiel, nicht zu verwechseln mit dem Spiel Cricket (s. d.). Man spielt dasselbe auf ebenen, glatt gemähten Rasenflächen, auf welchen nach einem bestimmten Plane, sei es die Form eines Quadrats oder eines Rechtecks oder einer Acht u. dgl., eine Anzahl niedriger eiserner Bogen in bestimmten Zwischenräumen in den Boden gesteckt werden. Am Spiele können zwei und mehr Personen teilnehmen, die sich in zwei Parteien teilen. Die Aufgabe der Spieler besteht darin, hölzerne Bälle, die der bequemen Unterscheidung wegen verschieden efärbt sind, mit hammerartigen Schlägern durch sfämtliche Bogen der Spielbahn hindurchzutreiben. Die Partei, der es mit ihren Bällen zuerst gelingt, ist Sieger. Der Umstand, daß die Sitte den Frauen an keinem andern Ballspiel einen so hervorragenden Anteil gestattet, bildet ohne Zweifel einen Hauptgrund seiner Beliebtheit. Man hat übrigens das C. Hheß ins Innere der Häuser übertragen, wo es mit besonders dazu eingerichteten Schlägern, Bällen und Reifen auf Tischen gespielt wird. Vgl. (Croquet, its implements and Iawso (Lond. 1869); Campbell, «Anleitung zum C.v(Hamb. 1874): Heath, The complete croquet-playero (Lond. 1874).