FeedCryptogämae
PflanzenreichBrockhaus 1882

Cryptogämae, f. Kryptogämen. Oryptomeria, von Don benannte Pflanzengattung aus der Familie der Coniferen. an kennt nur eine einzige Art, die in Japan und dem nördl. China vorkommt; es ist ein hoher Baum mit gedrängt, aber abwechselnd stehenden, vierseitigen, gekrümmten Nadeln von lineal-pfriemenförmiger Gestalt und kleinen, höchstens kirschengroßen, fast kugelrunden Zapfen, welche aus zahlreichen, schildförmigen und auf der Mitte des Schildes weichspitzigen I zusammengesetzt sind. Unter jeder Schuppe liegen vier bis fünf länglicheiförmige, zusammengedrückt kantige, schmalgeflügelte Samen. Sie führt den Namen C. jJaponica Don, die sog. Japanische Cypresse (weil Linnée diesen Baum zur Gattung der eigentlichen Cypressen gestellt hat); sie erreicht in ihrem Vaterlande, wo sie (auf den Gebirgen von Nagasaki und in den südl. Gebirgen des japan. Inselreichs) zwischen 160 und 400müber dem Meere auf sumpfigem Boden vorkommt, bis 30 m Höhe. Ihre hellgrünen, sichelförmig gekrümmten Nadeln geben ihr ein sehr elegantes Ansehen, weshalb sie auch rasch Ein-Wel in die Gärten gefunden hat. In England, est⸗ und Süddeutschland kommt die Japanische Ceder im Freien fort (in Englands Parken gibt es Bäume von 10 m Höhe), während sie in Mittel- und Norddeutschland im Kalthaus überwintert werden muß. Sie gehört jetzt zu den verbreitetsten Kalthaus- und Wintergärten-Coniferen; auch kennt man von ihr bereits mehrere Varietäten. Orystalli tartäri, Weinsteinkrystalle, s. unter Cremor tartari. s, chem. Zeichen oder Symbol für Cäsium. Cs.. in Verbindungen von ungar. Worten, spr. Tsch. .. 3z. B. Csaba, spr. Tschaba. Esaba (Bekes-Csaba), Marktflecken im Komitat Bekés in Ungarn, an einem von der 7 km entfernten Weißen Körös abgezweigten Kanal, Knotenpunkt der Alföld-Fiumaner und der Theißbahn, ist Sitz eines Bezirksgerichts, zählt (1880) 32616 E., welche fast 4.— der luth. Konfession angehören und die größte luth. Kirchengemeinde in Ungarn bilden. Die Einwohner sind Slowaken, Magyaren und Rumänen. Von den fünf Kirchen zeichnet sich die neue Basilika durch Größe und Pracht aus. C. hat sehr gute Volksschulen, eine höhere Mädchenschule, Untergymnasium, eine Sparkasse und einen Landwirtschaftsverein. Die hauptsächlichsten Erwerbszweige der Bevölkerung sind Ackerbau und Viehzucht, mit deren Erzeugnissen ein beträchtlicher Handel getrieben wird. Auch die von den lowal. Frauen gefertigten Linnen⸗ und Hanfwebereien, Stickarbeiten, dann Säcke und Matratzen werden ausgeführt. C. galt als das größte Dorf Europas, bis es 1846 seine Urbarialflichtigkeiten für 800000 Fl. ablöste und in die Reihe der Marktflecken trat. Das Territorium von C. beträgt über 330 qkm und ist im allgemeinen sehr fruchtbar, doch gibt es auch flugsand⸗ und salpeterhaltige Stellen. Das große Gebiet ist mit Windmühlen, Meiereien (Tanyen) und Pußten reich besetzt. mißt, sind unter K aufzusuchen.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 4, S. 696Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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