FeedCumanä oder Santa-Ines de C.
ErdkundeBrockhaus 1882

Cumanä oder Santa-Ines de C., Hauptstadt des gleichnamigen Staats in der südamerik. FöderativrepublikVenezuela, an einem früher Rio C., jetzt Manzanares genannten Flusse und dem Ausgange des schönen Meerbusens von Cariaco, an dessen Nordseite sich hohe, dichtbewaldete Felsenberge erheben, 5 kKm von der sandigen Küste und 370 km östlich von Caräcas, zählt (1873) 9427 E., meistens Creolen, hat ein Kollegium sowie andere Schulen und besitzt als Hafen eine vortreffliche Reede mit mehrern guten Ankerplätzen. Aundemit Kakao, Zucker, Tabak, Kokosnüssen, Rindshäuten, Fettwaren und andern Rohprodukten des Landes, Perlenfischerei, Fischfang u. s. w. bilden die Haupterwerbsquellen. Im J. 1879 liefen 69 Schiffe ein von 13875 t. Neben der Stadt im W. liegt in 55 m Höhe die Ruine des Schlosses San-Antonio. Die Stadt liegt gesund, aber sehr heiß, und hat eine mittlere Temperatur von 27,6 C. C. ist die älteste Stadt der Tierra Firma Gelland und wurde 1521 unter dem Namen Neutoledo von den Spaniern im Auftrage von Diego Columbus gegründet. Es litt oft durch Erdbeben, und 1766 wurde es durch ein solches fast gänzlich zerstört, ebenso 1797 und 15. Juli 1853. — Der Staat Cumana in 0 auf 10137 qkm 55 476 E.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 4, S. 712Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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