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GeschichteBrockhaus 1882

Curio war der Beiname, den ein Zweig des angesehenen plebejischen Geschlechts der Seribonier führte. Zu diesem Zweige gehört namentlich Gajus Seribonius C., der jüngere Zeitgenosse Ciceros und Cäsars, Sohn des gleichnamigen Konsuls vom J. 76 v. Chr., Enkel eines ebenfalls gleichnamigen und wie Sohn und Enkel als Redner hervorragenden Großvaters. Anfangs Anhänger der Partei der Optimaten, ließ sich C. nach seiner Wahl um Volkstribun für das Jahr 50 v. Chr. durch ezahlung seiner Schulden und Versprechungen von Cäsar gewinnen, und leistete demselben in seinem Tribunat hervorragende Dienste. Er war es, der im Interesse Cäsars, im Senat gegen die Anträge, wonach dieser vor Ablauf des Jahres 49 seine Provinzen abgeben sollte, Einspruch erhob, weil für die Republik damit nichts gewonnen sei, wenn Anch durch nicht gleichzeitig dasselbe thue, und hernach durchsetzte, daß ein entsprechender Beschluß gefaßt wurde. Im Jan. 49 ging er mit den zu Cäsar flüchtenden beiden Tribunen nach Ravenna, dann im Auftrage Cäsars mit vier Legionen nach Sicilien, und darauf mit der Hälfte seiner Truppen nach Afrika. Er besiegte hier den Pompejaner P. Atius Varus bei Utica, ward aber vom König Juba in einer Schlacht am Flusse Bagradas geschlagen, in der er lat) el. . Guriösa (lat.), Kuriositäten, merkwürdige, seltene, sehenswürdige Dinge.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 4, S. 720Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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