Cyklus (grch.), d. h. Kreis, Periode (s. d.), in der Chronologie eine Reihe von Jahren, nach deren Beendigung dieselben astronom. Erscheinungen und Zeitverhältnisse in derselben Ordnung wieder eintreten. Die wichtigsten Cyklen sind: der Metonische C. von 19 Jahren, nach deren nenlich die Monderscheinungen oder Mondphasen ziemli genau wieder mit den gleichen Stellungen der Sonne zusammentreffen, eine Entdeckung, die der Athener Meton um 432 v. Chr. mitteilte. Auch wird dieser C. der Mondseirkel oder der C. der Goldenen Zahl genannt. Man findet die letztere, wenn man zu dem gegebenen Jahre Christi 1addiert und die Summe durch 19 dividiert; der Rest dieser Division ist die Goldene Zahl. So ist für das J. 1882 die Goldene Zahl 2 im alten Julianischen sowohl als auch im neuen oder Gregorianischen Kalender. Der Sonnencyklus oder Sonneneirkel ist ein Zeitraum von 28 Jahren, nach dessen Verlauf die Ordnung der Wochentage bleibend wieder auf dieselben Monatstage fällt, was jedoch streng genommen nur im Julianischen Kalender stattfindet. Addiert man zu einem gegebenen Jahre Christi die Zahl 9 und dividiert die Summe durch 28, so ist der Rest dieser Division der gesuchte Sonneneirkel, d. er gibt an, das wievielste VI eines Sonnencirkels das gegebene Jahr ist. So ist für 1882 der Sonnencirkel 15. Von einem dritten noch in den Kalendern vorkommenden C., dem Indiktioneneirkel, der aus 15 Jahren besteht, läßt sich der Ursprung und die Bedeutung nicht mit Bestimmtheit angeben. (S. Indiktion.) Die drei Zahlen, welche angeben, das wievielste Jahr in jedem dieser drei Cyklen ein gegebenes Jahr sei, eißen die chronol. Merkmale eines Wen drr Der all, daß ein Jahr dieselbe Zahl in allen drei Cyken wieder erhält, kann erst wieder eintreten nach 798⁰ heißt welcher Zeitraum die Julianische Periode heißt und von Jos. Scaliger angegeben worden ist.