Cytisus L., Pflanzengattung aus der Familie der Leguminosen. Man kennt gegen 40 Arten, die in Europa, Asien, Nordafrika und auf den Canarischen Inseln vorkommen. Es sind sämtlich Sträucher, welche or Röpfthen kleeähnliche Blätter und in Trauben oder Köpfchen gestellte Blüten mit glockigem, zweispaltigem oder zweilippigem Kelch, großer, runder Fahne, stumpfem, die Geschlechtsorgane einschließendem Schiffchen und aufsteigendem, pfriemenartigem Griffel besitzen und zusammengedrückte Hülsen mit nierenförmigen Samen tragen. Die bekannteste Art ist der Bohnenbaum, Bohnenstrauch, Kleebaum oder Goldregen (C. Laburnum 40, ein großer, mitunter selbst baumartig werdender Strauch Oberitaliens, welcher in Deutschland überall zur Zierde angepflanzt wird. Er hat schön grüne, unterseits seidenglänzende Blättchen, lang herabhängende Trauben großer goldgelber Blumen und seidenhaarige Hülsen. Durch den seidigen Haarüberzug der Hülsen und huntern Blattflächen 4. er sich neben andern Merkmalen von dem ihm huü ähnlichen, doch etwas später und blasser gelb blühenden, in den südl. Alpen einheimischen C. alpinus I., welcher auch als Zierstrauch kultiviert wird, doch weniger häufig. Beide Arten haben ein dunkelbraun bis schwarz gefärbtes Kernholz, welches oft anstatt des ermißt, sind unter K aufzusuchen. Ebenholzes verarbeitet und deshalb falsches Eben-D515 genannt wird. Die Blätter schmecken salzigitter, zuletzt scharf und waren früher als Folia Laburni offizinell. Die Samen sind giftig, denn sie enthalten ein heftig purgierendes und Erbrechen erregendes Alkaloid, das Cytisin, das selbst den Tod herbeiführen kann. Unter den in Deutschland wild wachsenden Arten, lauter Kleinsträucher, ist C. nigricans L., der kleine Bn w Gaisklee, die gemeinste. Diese Art, deren Blätter und Blüten beim Austrocknen sich schwärzlich färben, findet sich an sonnigen, haujg, u bebuschten Hügeln in vielen Gegenden häufig, wird bis 1 m hoch, hat endständige, zugespitzte, aufrechte Trauben goldgelber Blüten und ist ein ziemlich gutes Futter für Schafe und Ziegen. Auch diese Art hat giftige Samen. Der hier und da in Süddeutschland vorkommende C. purpureus L. mit purpurroten Blumen wird hin und wieder zur Zierde angepflanzt. Häufiger Glalter dies mit C. capitatus L., welcher zottige ätter und in Köpfe gestellte, goldgelbe Blumen hat, und namentlich mit C. elongatus V. Hit., der zur Blütezeit wegen seiner in den Achseln der Blätter stehenden Blüten über und über mit goldgelben Blumen bedeckt erscheint und daher ein sehr beliebter Zierstrauch geworden ist. C. capitatus stammt aus dem südl. Europa, C. elongatus aus Ungarn. Alle Deso Ziersträucher gedeihen im freien Lande ohne besondere Pflege und lassen sich sowohl durch Samen als durch Zerteilen der Stöcke vermehren.