Hypericum L., Hartheu, die Hauptgatn der Hypericineen. Die Arten derselben, der Mehrzahl nach Kräuter, haben runde oder vierkantige Stengel und einfache, oft mit zahlreichen Oldrüsen durchsetzte und infolge dessen, gegen das Licht gehalten, durchsichtigpunktierte Blätter und oft zu rispigen Trugdolden gruppierte Blüten. Die Frucht ist eine drei⸗ oder fünffächerige Kapsel. Bei manchen Arten sind die Kelchzipfel am Rande drüsig bn die St bei andern die Blumenblätter und selbst die Staubbeutel schwarz gestrichelt und punktiert. Die häufigste Art ist das Johannis-⸗ kraut oder gemeine Hartheu, H. perforatum. Andere mehr strauchige Arten werden in den Gärten als Zierde angepflanzt, unter diesen am häusihden H. calycinum L., aus dem Orient, eine schöne, immergrüne Pflanze mit zahlreichen, oft niederliegenden Stenoeln und aroßen, aber einzeln stehenden Blumen. Der Name calycinum bezieht sich auf den Umstand, daß der Kelch zur Zeit der Fruchtreife noch einmal so groß wird. Andere geschätzte Arten sind H. Androsaemum, das echte Konradskraut, und H. Kalmianum. Leider ist die schönste Art, H. oblongifolium Wall., im Himalaja, ein bis 2 m hoher immergrüner Busch mit roten Asten und Zweigen und großen Blättern und Blumen, welche letztere einen gabelästigen Blüten1r bilden, nicht hart genug, um ohne gute Beeckung unsern Winter im Freien auszuhalten.