FeedDakiki (Abi Mansür Mohammed)
Literatur & SpracheBrockhaus 1882

Dakiki (Abi Mansür Mohammed), pers. Dichter aus Tüs in Khorasan (nach andern aus Bokhara), ist Verfasser von zahlreichen Lobgedichten (Kasiden) auf samanidische Herrscher und von Ghazelen (Liebes- und Weinliedern) und brachte im Auftrag seines Fürsten Nüh bin Mansür (975 —997) eine neupers. Üübersetzung des in Pehlewisprache unter Chosru Anuschirwan (531 —579) begonnenen und unter Jezdegerd III. (632—651) durch einen Dihkän oder Landedelmann, der Dänischwer (der Weise) genannt wird, bis zum J. 628 fortgesetzten (Buches der Könige, einer Geschichte Jrans vom Anfang der Welt an, in Verse. Jene neupers. übersetzung war von Abn Mansür bin Abd-ur-razzäk aus Tüs in der Mitte des 10. Jahrh. mit Hilfe von vier des Pehlewi kundigen Persern veranstaltet worden und diente auch dem Firdusi, der D.s unvollendet gelassenes Werk im Auftrag des Mahmud von Ghazna (997—1030) zu Ende geführt hat, als Quelle für sein „Schahnameho (Königsbuch). D. hatte nur 1000 Verse aus der Geschichte des Guschtasp, unter welchem Zoroaster auftrat, vollendet, als er von einem türk, Sklaven ermordet wurde. Vgl. Hammer, Geschichte der schönen Redekünste Persiens » (Wien, 1818); Mohl, Le Livre des Roiso (Bd. 1, 2. Aufl., Par. 1876); Ethé, in den Morgenländischen Forschungeno (Lpz. 1875).

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 4, S. 778Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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