FeedAratus (grch. Aratos)
Literatur & SpracheBrockhaus 1882

Aratus (grch. Aratos), aus Soloi (lat. Soli) in Cilicien, machte sich um 270 v. Chr. durch Dichtungen verschiedener Art sowie auch prosaische Schriften bekannt. Namentlich bearbeitete er, obgleich selbst nicht Astronom, das astron. Lahrge des Eudoxos von Knidos in einem griech. Lehrgedicht „Oναμεαο, dem er die Wetterzeichen beifügte. Dieses Werk zeichnet sich durch reine Sprache und guten Versbau aus. Es ist noch vollständig erirmn ebenso wie einiges von den vielen griech. ommentaren und andern Schriften, die darüber geschrieben wurden. überliefert sind auch Fragmente der lat. übersetzung des Cicero und von der des Cäsar Germanicus ein großer Teil; die übersetzung des Rufus Festus Avienus ist ganz erhalten. Die umfassendste Ausgabe ist die von Buhle (2 Bde., Lpz. 1793—1801). Textrecensionen gaben Matthiä (Frankf. 1817), Buttmann (Berl. 1826), Bekker (Berl. 1828) und Köchly (in den Poetae bucolici et didacticio, Bd. 2, Par. 1851); eine deutsche Übersetzung lieferte Voß (Heidelb. 1824). rauän, Oase in der 1 Sahara, ungefähr 220 km nördlich von Timbuktu, 19 20 nördl. Br. und 13˙ 40/ östl. L. (von Ferro), in einem Becken, welches rings von Sandhöhen umgeben — A. ist der Mittelpunkt eines bedeutenden Handels, da es auf dem direkten Verbindungswege zwischen Marokko und dem Niger liegt; die arab. Bewohner führen namentlich das Salz von Taodeni nach dem Sudan und holen aus diesem ihren Lebensbedarf und die Handelsprodukte für die nördlich gelegenen Länder. Auch andere Karawanenstraßen kreuzen sich hier. Der Hauptort A. hat etwa 500 E., die ganze Oase gegen 1500 E. Araucanier, s. Araucos.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 1, S. 828Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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