FeedDalsland
ErdkundeBrockhaus 1882

Dalsland, richtiger Dal, schwed. Grenzlandschaft gegen Norwegen, 97 Wermland im N., Bohus-Län im W. und S. und dem Wenersee im O. In administrativer Hinsicht gehört es zu Elfsborgs- oder Wenersborgs-Län, umfaßt 4180 qkm und zählt (1880) 85 224 E. Bis in die neuere Zeit war D. noch unberührt von den großen Verkehrsstraßen und ist auch deshalb eine der am wenigsten bekannten schwed. Provinzen, wiewohl es an Naturschönheiten außerordentlich reich ist. Der 1868 eröffnete Dalslandskanal hat jetzt den Eintritt ins Innere erleichtert; eine Eisenbahn von Sunnanä am Wenersee quer durchs Land nach Norwegen ist 1879 eröffnet worden, und in der Längenrichtung von N. nach S. durchschneidet die Bahn Falun⸗-Gothenburg die ganze Provinz. Der südöstl. Teil des Landes, etwa ein Zwölftel des Ganzen, ist eine fruchtbare Ebene; das übrige ist waldiges Gebirgsland, reichlich zerschnitten von großen Seesystemen, welche die Verbindung mit Wermland nach Norden, sowie auch mit Norwegen nach Westen vermitteln. Stora Lee, Lelängen und Ost- und Westsilen sind unter diesen Seen die größten; sie sind durch Wasserläufe miteinander sowie mit dem Wenersee verbunden. Die Gebirge von D. sind größtenteils südl. Ausläufer des Wermländischen Gebirgssystems; der höchste Punkt, Gölkullen, ist 230 m hoch. Die Provinz hat einige Hohöfen und Eisenwerke; das Erz dazu muß aber aus Wermland gebracht werden. Die Schieferbrüche sind von einiger Bedeutung. In D. liegt nur das Städtchen Amal, am Wener, mit 2454 E.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 4, S. 789Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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