Dovre oder Dovrefjeld, ein südwestl. Ausläufer des schwed.⸗norweg. Grenzgebirges Kölen, der sich bei Röräs unter 63 nördl. Br. abzweigt und an Höhe den Kölen weit überlegen ist. D. ist, gleich den meisten skandinav. Gebirgen, eigentlich eine gewaltige Hochebene, ein Felsenplateau von etwa 650 m durchschnittlicher Höhe und bis 100 km breit. Im Westen stürzt das Gebirge mit senkrechten Klippenwänden ins Meer, nachdem es bei Romsdalsfjord mit schweiz. Alpennatur aufgetreten und mit dem etwa 900 qkm großen Gletscher vom Justethal (Justedals-bräen) einen bedeutenden Teil der großen nördlich vom Sognefjord gelegenen Halbinsel gefüllt hat. Bis zur Erforschung des südlich gelegenen Jotunfjelds galten einzelne Kuppen von D. als die höchsten Gebirge Norwegens und somit auch des skandinav. Nordens. Snehätten, die höchste (die Schneemütze), mißt 2320m. Die 1880 eröffnete Eisenbahn Kristiania-Drontheim geht in 670 m Höhe quer über die Hochebene, dicht bei der ow, Douw oder Dou (Gerard), einer der berühmtesten holländ. Genremaler, geb. zu Leiden 17. April 1613, Sohn eines Glasmalers, erhielt seine künstlerische Bildung zuletzt unter Rembrandts Leitung. Von der effektvoll malerischen Behandlungsweise der Gegenstände, in welcher das phantastische Genie seines Meisters vorzüglich hervortrat, eignete er sich jedoch nichts an. Vielmehr wandte er sich in vollkommen selbständiger Entwickelung einer sorgfältigen, am einzelnen haften⸗ [den Betrachtungsweise der Dinge zu, deren überaus bestimmte Wiedergabe den Reiz eigener Erfindung ersetzt. Dieses s Meste wußte er aber allerdings im Geiste seines Meisters durch harmonische Behandlung und vollendete Durchbildung des Helldunkels zu unterstützen. Die von ihm gewählten Vorwürfe gehören fast ausschließlich dem engen Kreise des kleinbürgerlichen Lebens an. Er schildert in einfachen Situationen das stille Glück der Häuslichkeit, des alltäglichen Verkehrs und friedlichen Gewohnheitslebens, das er mit allen den mannigfaltigen Nebendingen ausstattet, die dessen Behagen und Zierde bilden. Seine Behandlungsweise erscheint als Erguß seines innersten liebenswürdigen Naturells. Dis Bilder, welche in kleinen, den Gegenständen angemessenen Dimensionen gehalten sind, wurden bereits zur Zeit des Meisters ungemein gesucht. Eins seiner besten Gemälde, die wassersüchtige Frau, gegenwärtig im Louvre zu Paris, ward früher vom Kurfürsten von der Pfal um 30000 Fl. erkauft. D.s Werke sind zahlrei und fast auf allen Galerien zu finden. Er starb im Febr. 1675 und hinterließ treffliche Schüler, wie chalken, F. van Mieris und Metzu.