Helsingland, Provinz im nördl. Schweden, der nördlichste Teil des Gefleborgs-Län, mit 14 768 akm und (1882) 114 831 E. Der Hauptfluß ist der aus Herjeädalen kommende Ljusnan. Die Provinz ist übrigens sehr reich an Gewässern, die 6,5 Proz. der gesamten Oberfläche aufnehmen. Unter den Seen sind Dellen und Bergviken, in besonders schöner Umgebung, die vornehmsten. Der Boden ist maer und gebirgig, der Reichtum aber an Wald wird feißig ausgebeutet; Leinkultur (doch in Abnahme begriffen), Leinwandfabrikation, Sennerwirtschaft und Pferdezucht sind nächst dem Ackerbau die Hauptbeschäftigungen der wohlhabenden und gastfreundlichen Bewohner. In H. liegen die Städte Söderhamn (8319 E.) und Hudiksvall (4236 C.). H. wird von der Nordbahn in einer Länge von etwa 180Kkm durchschnitten, und besitzt auch einige kleinere Privatbahnen, die den Verkehr von der Küste mit dem Binnenlande vermitteln. Im nördlichen H. ist seit 1860 der Verkehr im Wassersystem vom Dellen durch den P. A. Tamms-Kanal sehr erleichtert worden.