FeedDartmoor
VerkehrBrockhaus 1882

Dartmoor, das südliche hohe Tafelland der engl. Grafschaft Devonshire, vom nördl. Exmoor durch ein breites Weideland, von Cornwall durch das Thal des Tamer getrennt. Es ist größer, wilder und steiler als das von Exmoor, mißt 35 km von N. nach S. und 22,5 Km von W. nach O. und umfaßt 337 qkm. Im NO. von Plymouth gelegen, ist es südlich vom Trent die höchste Landstrecke in England, im allgemeinen von 370 m Höhe, auf welcher sich aber der Yes-Tor und der High-Wilhays zu etwas mehr als 600 m, der Rippin-Tor zu 469 m, im Cawsand-Beacon zu 546 merheben. Der Boden ist unfruchtbar, trägt wenig Gras und große Sumpfstrecken, ist aber reich an Blei, Eisen, Zinn und Kupfer und liefert zu Bauzwecken Granit, Kalk und geaderten Marmor. Aus dem hohen Bereiche des Hes-Tor kommen Flüsse nach allen Richtungen herab, und offene Küsteneinschnitte lassen die Mineralschätze leicht zum Meere gelangen. Einige dieser Flüsse, von kurzem, aber reißendem Laufe, wie Tavy, Plym, Dart, Teign, gehen zum Kanal; die Taw dagegen ergießt sich nach W. in die Barnstaplebai. In diesen kleinen Flußthälern liegen Bergwerksstädtchen am Fuße der Höhen und unterhalten die Ausfuhr, andere sind besuchte Badeorte.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 4, S. 891Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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