Decaen (Claude Theodore), franz. General, Sohn des vorigen, geb. 30. Sept. 1811 zu Utrecht, erhielt seine Ausbildung in der militärischen Spezialschule zu Paris und trat 1829 als Unterlieutenant in das 21. Linienregiment. Er machte den ersten alger. Feldzug 1830—31 mit und stieg 1832 zum Oberlieutenant, 1838 zum Kapitän, dann zum Adjutantmajor auf. In gleicher Eigenschaft trat er 1840 in das 7. Fußjfägerbataillon, wurde 1850 Bataillonschef im 62. Linienregiment und erhielt 1851 das Kommando des 1. Fußjägerbataillons, mit welchem er nach Afrika zurückkehrte und dort bis 1854 verblieb; 1853 zum Oberstlieutenant avanciert, wurde er 1855 nach der Krim gesandt und dort zum Obersten im 7. Linienregiment befördert. Als solcher zeigte sich D. während der ganzen Belagerung als ein mutiger und geschickter Führer und wurde zur Auszeichnung für den beim Sturme auf Sewastopol bewiesenen Mut 1855 zum Brigadegeneral ernannt, im ital. Feldzuge von 1859, am Tage nach der Schlacht von Magenta, aber an Stelle des vor dem Feinde gefallenen Generals Espinasse zum Kommandeur der 2. Infanteriedivision im 2. Korps (Mac-Mahon) befördert. Seinen Hauptruf als Militär erlangte D. in der Schlacht bei Solferino, wo er mit dem General La Motterouge nahe bei San-Cassiano, am Fuße des Fontanahügels, das für die Franzosen bereits verlorene Gefecht wieder zum Stehen brachte. Nach dem Friedensschluß trat er an die Spitze der 2. Infankeriedivision der Armee von Paris, übernahm beim Ausbruch des Deutsch-Französischen Kriegs von 1870 die 4. Infanteriedivision im 3. Korps (Bazaine) und 12. Aug. das Kommando über dieses Armeekorps. Am 14. Aug. wurde er in der Schlacht von Colombey-Nouilly tödlich verwundet und starb 17. Aug. zu Metz. nennt man in der Botanik eine Blüte (flos decagynus), die mit zehn Griffeln oder Narben versehen ist. Decagynia bezeichnet im Linneschen System je eine Ordnung der Klassen 1—13; die in dieselben gehörenden Pflanzen haben dekagynische Blüten.