Decentius, der Bruder des Usurpators Magnentius, wurde von diesem 351 n. Chr. zum Cäsar ernannt und mit der Bewachung Galliens betraut, als Magnentius den Krieg in Illyrien gegen den Kaiser Konstantius II. eröffnete. Als aber Magnentius die Schlacht bei Mursa verloren hatte, veranlaßte Konstantius, um ihn völlig zu stürzen, im J. 352 den Alamannenkönig Chnodomar, in Gallien einzufallen. Von diesem wurde D. im offenen Felde geschlagen, und nachher in der Festung Sens blockiert. Um nicht in die Hand seiner Feinde zu fallen, tötete (353) D. schließlich sich selbst, nachdem kurz zuvor Magnentius in Lyon ebenfalls durch Selbstmord geendet hatte.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 4, S. 930Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei