FeedConstans
GeschichteBrockhaus 1882

Constans, der dritte Sohn Konstantins d. Gr. von der Kaiserin Poben geb. 323 n. Chr., wurde 333 zum Cäsar erhoben, 335 mit der Regierung in Italien, Afrika und den illyr. Provinzen betraut und erhielt bei der neuen Reichsteilung (nach seines Vaters Tode) im Sommer 338 zu Sirmium die Hund Balkanhalbinsel außer Thrazien. Als sein ruder Konstantin II., der Kaiser des Westens, auf Grund von Grenzstreitigkeiten ihn 340 mit Krieg überzog, aber bei Aquileja den Tod gefunden hatte, fiel auch der gesamte Westen (Britannien, Gallien, Spanien) an C. Als eifriger Anhänger des Symbols von Nicäa zeigte er sich gegen andere christl. Parteien intolerant, auch machte er sich durch seine Laster so verächtlich, daß die Armee ihn fallen rmißt, sind unter K aufzusuchen. ließ, als zu Anfang des J. 350 Magnentius, ein [! romanisierter Franke, zu Autun als Usurpator auftrat. Auf der Flucht nach den Pyrenäen wurde C. zu Helena (etzt Elne) 18. Jan. 350 ermordet. ö Eonstans (Jean Antoine Ernest), franz. Staatsmann, geb. 3. Mai 1833 zu Beziers im Depart. Herault, studierte zuerst die Rechte, widmete sich aber dann dem Handel und ließ sich in Barcelona nieder. Nach mehrern verunglückten Unternehmungen verließ er Spanien und wirkte als außerord. Professor der Rechte an den Fakultäten zu Douai, Dijon und Toulouse. In letzterer Stadt wurde er Mitglied des Gemeinderats, dann Adjunkt des Bürgermeisters, und im Febr. 1876 in die Deputiertenkammer gewählt, wo er sich der „Union Reépublicainev anschloß. Im J. 1879 im Ministerium Freycinet zum Unterstaatssekretär ernannt, übernahm er 14. Mai 1880 an Leperes Stelle das Ministerium des Innern und des Kultus. Er stand unter Gambettas Einfluß und wollte mit dem Justizminister Cazot und dem Kriegsminister Farre die Märzdekrete gegen die nichtberechtigten Kongregationen ohne Verzug ausführen lassen. Da aber Freycinet die Ausführung bis nach dem Spruch des Konfliktsgerichts hinausschieben wollte, reichte C. seine Entlassung ein. Grevy nahm sie nicht an; allein, da C. nebst Cazot und Farre auf der unmittelbaren Ausführung der Detrete beharrte, gab Freycinet seine Dimission. Bei der Bildung des Ferryschen Kabinetts (23. Sept. 1880) übernahm C. das Ministerium des Innern wieder. Am 10. Nov. desselben Jahres trat er mit dem Ferryschen Kabinett von seinem Posten zurück.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 4, S. 568Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

Auf derselben Druckseite 8

Ähnliche Artikel 6

Mehr aus Geschichte 6