FeedCarinus (M. Aurelius)
GeschichteBrockhaus 1882

Carinus (M. Aurelius), der ältere Sohn des röm. Kaisers Carus, wurde nach dem Regierungsantritt seines Vaters im Spätsommer 282 n. Chr. 47 Cäsar erhoben und bei desen Expedition nach lsien Anfang 283) mit der Leitung des Abendlandes betraut. C. überließ die Verteidigung des Oberrheins gegen die Alamannen une bald sanen Legaten, um beb in Rom den schlimmsten Ausschweifungen hinzugeben. Als nun sein Vater Ende 283 in Persien den ensmutß gefunden, und die Offiziere der aus Asien zurückkehrenden Armee nach dem Tode des Cäsars Numerianus (Bruder des C.), am 17. Sept. 284 zu Chalcedon den Diocletian mit dem Purpur bekleidet hatten, wurde ein Thronkrieg zwischen diesem und C. unvermeidlich. Da es dem C. weder an Tapferkeit noch an Feldherrntalent fehlte, und die Legionen des Abendlandes 1. kriegstüchtig waren, so schwankte der in Mösien Hauptie Krieg längere Zeit. Als endlich 285 die hauptschlacht bei Margus (an der jetzigen Morawa) einen für C. günstigen Verlauf zu nehmen anfing, nahm einer seiner Obersten, dessen Frau C. entehrt hatte, die Gelegenheit wahr, den C. im Getümmel zu ermorden.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 3, S. 949Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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