Dechenhöhle, eine prachtvolle, mit Stalaktiten geschmückte Höhle, welche 1868 bei Arbeiten an der Eisenbahn von Letmathe nach Iserlohn im mittel devonischen Kalkstein entdeckt und auf Wunsch der Direktion und der Aktionäre der Bergisch-Märkischen Eisenbahn nach dem Oberberghauptmann von Dechen (s. d.) benannt wurde. Der Zutritt ist dem Publikum sehr erleichtert und eine besondere Anlage von 200 Gasflammen zu deren Leruchtzorrd gemacht worden. Die Höhle, soweit sie besucht werden kann, ist 300 m lang, besteht aus mehrern Erweiterungen oder Grotten, die durch schmälere Gänge in Verbindung stehen, und besitzt am östl. Ende einen na türlichen, am westlichen einen künstlichen Eingang.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 4, S. 932Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei