Deidesheim, Städichen in der bayr. Rheinpfalz, im Aaden.e Neustadt, an der Hardt und an der Monsheim-Neustadter Eisenbahn, 7 Km südlich von Dürkheim gelegen, einer der wohlhabendsten Orte der Pfalz, mit (1880) 2744 E., worunter 190 Protestanten und 40 Juden, hat eine Lateinschule, ein reich dotiertes Hospital, eine kath. Kirche und eine 1875 eingeweihte prot. Kirche. Die Wein⸗ und Obstkultur stehen hier in höchster Blüte. Einige der dortigen Keller gehören zu den größten in Deutschland. Der in günstigen Lagen gewachsene Deidesheimer ist ein edler, weißer Wein, nächst dem Forster der vor-Dohd der pfälzer Weine. Die besten Lagen von D. sind Grain, Kränzler, Kalkofen und Kißelberg.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 5, S. 1Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei