FeedDuderstadt
ErdkundeBrockhaus 1882

Duderstadt, Stadt im Kreise Osterode des Landdrosteibezirks Hildesheim der preuß. Provinz Hannover, 18 km östlich von Göttingen in einem fruchtbaren Thale (früher die Goldene Mark genannt), an den Flüßchen Brehme und Hahle, ist Sitz eines Amtsgerichts, hat eine schöne kath. Kirche aus dem 14. und eine protestantische aus dem 13. Jahrh., ein Progymnasium, ein Realprogymnasium, ein altes Rathaus, zwei Hospitäler, eine 12,5 m hohe Mariensäule, Fabriken in Flanell, Woll- und Baumwollstoffen, Handschuhfabriken, Lohgerbereien, Pianinofabriken, Cigarrenfabriken, Tabaksbau, Getreide⸗ und Pferdemärkte und zählt (1880) 4350 E. Die Stadt ist sehr alt, wird 929 zuerst in Urkunden erwähnt, kam 974 an das Stift Quedlinburg, 1358 an das Erzstift Mainz, 1802 an Preußen, 1808 an Westfalen, 1816 an Hannover und 1866 wieder an Preußen.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 5, S. 616Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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