FeedDelbrück (Hans)
GeschichteBrockhaus 1882

Delbrück (Hans), Historiker, geb. 11. Nov. 1848 zu Bergen auf Rügen, besuchte das Gymnasium zu Greifswald und studierte Geschichte in Heidelberg, Greifswald und Bonn. Er machte 1870 den franz. Krieg mit und wurde nach der Schlacht bei Gravelotte Offizier. Später setzte er seine Studien in Bonn fort und wurde im Frühjahr 1874 Erzieher des Prinzen Waldemar von Preußen, dritten Sohnes des Kronprinzen. In dieser Stellung blieb er bis zum Tode des Prinzen (27. März 1879) und privatisierte darauf, bis er sich im Jan. 1881 als Privatdocent für Geschichte an der Universität Berlin habilitierte. Er schrieb außer der Dissertation «über die Glaubwürdigkeit Lamberts von Hersfeld- und verschiedenen Studien zur engl. Verfassungsgeschichte in der Sybel'schen Histor. Zeitschriftound den «Preuß. Jahrbücherno namentlich: Leben des Feldmarschalls Grafen Neithardt von Gneisenau⸗ (Bd. 4 und 5, Berl. 1880, als Fortsetzung des von G. H. Pertz unvollendet ur gleichtm Werks) und einen Auszug daraus unter gleichem Titel (2 Bde., Berl. 1882). Seit März 1882 gibt D. 1. Wochen: mit Gans Edler Herr zu Putlitz die «Polit. Wochenschrift' heraus.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 5, S. 16Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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