Demarteau (Gilles), Kupferstecher, geb. zu Lüttich 1729 (nach andern 1722), wurde 1764 oder 1767 Mitglied der pariser Akademie, welcher er damals 906 Blatt: Tod des Lykurg einreichte, zugleich 8 vorzüglichste Werk seines äußerst fruchtbaren Stichels. Er soll gegen 700 Blätter gestochen haben, deren Originale er aus den Werken des Boucher, Stellaert, Cochin, Doyen u. a. wählte. Er vervollkommnete die Manier des zeichnenden Vortrags im Stiche beträchtlich, wenn er auch nicht der erste war, welcher sich der sog. Crayonmanier befleißigte. Seine Blätter ahmen den Charakter von Kreidezeichnungen vortrefflich nach. Er benz hat den Katalog seiner 4Oeuvres herausgegeben. D. starb als königl. Pensionär in Paris 1776 am Schlagflusse. — Sein Neffe, D. der Jüngere, welcher bei ihm gelernt hatte, arbeitete in derselben Technik. Er erhielt den Titel eines königl. Kupferstechers.