Cochin (Charles Nicolas), franz. Kupferstecher, geb. 1688 in Paris, trieb bis in sein 21. Jahr die Malerei, was ihm sehr zu statten kam, als er sich hierauf der Kupferstechkunst widmete. Er wurde 1731 Mitglied der Akademie und starb 1754. Seine geistvollen und korrekten Blätter sind nach frühern und zeitgenössischen Originalen gearbeitet. — Sein Sohn, Charles Nicolas C., geb. zu Paris 22. Febr. 1715, lernte unter Jean Restout und übertraf rmißt, sind unter K aufzusuchen. seinen Vater als Künstler bei weitem. Nachdem er eine Reise nach Italien gemacht, wurde er itglied der Akademie, Inspektor des königl. Kabinetts der Handzeichnungen, Hofzeichner und Hofkupferstecher. Er starb in Paris 29. April 1790. Von seinen hinterlassenen Kupferstichen sind seine geätzten Blätter die vorzüglichsten. Die Sammlung seiner Werke enthält über 1500 Stück, darunter 112 Medaillenbildnisse der berühmtesten franz. Gelehrten und Künstler seiner Zeit, die fast alle seine Freunde waren. Seine Titelkupfer, Anfangs⸗ und Schlußvignetten sind ihrer saubern, gefälligen und geschmackvollen Ausführung wegen sehr geschätzt. Vorzüglichen Wert haben seine Prospekte von 16 franz. Seehäfen. Seine Komposition ist im allemeinen reich, zart und anmutig. Die Resultate semes Aufenthalts in Italien legte er in dem Werke „Voyage d'Italie, ou recueil de notes sur les ouvrages de peinture et de sculpture qu'on voit dans les principales villes d'Italies (3 Bde., Par. 1758) nieder. Mit Gravelot gab er Iconologie par figures, ou traité complet des allégories, emblemes etc.v (4 Bde., Par.) heraus.