Deols, Bourg de Deols oder Bourg Dieu, Flecken im franz. Devart. Indre, Arrondissement Chäteauroux, 1 km nördlich von diesem, das die Indre davon trennt, am Zusammenflusse dieser und des Angolin oder Fontainesbaches, zählt (1876 2334, als Gemeinde 2650 E. Der Ort hat noch Reste von Befestigungen aus dem 14. Jahrh. und von einer Abtei aus dem 10. Jahrh.; in der Krypta ist das Grab des heil. Ludre oder Lusor, mit Basreliefs, angeblich aus dem 5. Jahrh. D. ist das alte Dolum, welches schon im 3. Jahrh. vorhanden war; im 9. Jahrh. war es Hauptstadt von Niederberri. Ebles der AÄltere gründete 917 die Abteiz sein Sohn Raoul baute seine ResidenzChäteau-Raoul auf dem andern Ufer der Indre. Nach den: Aussterben der Deols 1176 nahmen die ihnen nachfolgenden Chauvigny den Namen Grafen von Chäteaurouxr an. Nachdem die Normannen die Abtei zerstört hatten, ward dieselbe 992 neu erbaut; sie war der Lieblingsaufenthalt der Päpste, wenn dieselben in Frankreich waren; der Prinz von Conds ö ließ sie 1622 eingehen und setzte an die Stelle ein Kapitel, das bis 1790 Bestand hatte. Vgl. Grillon des Chapelles, Notice sur l'abbaye de D.5 (1857).