FeedDepression
TechnikBrockhaus 1882

Depression (physikalisch) info ge der Kapillarität (s. d.) heißt der niedrigere Stand oder die Senkung von Flüssigkeiten in Haarröhrchen, verglichen mit dem Spiegel (Niveau) der Flüssigkeit, in welche jene Röhrchen getaucht sind, z. B. für Quecksilber in engen Glasröhrchen, welche in Quecksilber tauchen. Die Kapillaritätsdepression muß bei der Beobachtung an gewöhnlichen Barometern, weil ihre Röhrenweite zu gering ist, mittels eigener Tabellen in Rechnung gezogen werden. D. des Eis⸗ oder Nullpunktes an Quecksilberthermometern heißt der tiefere Quecksilberstand, den solche Instrumente zeigen, wenn sie nach einer höhern Erwärmung, etwa nach der Bestimmung ihres Siedepunktes, in schmelzendes Eis getaucht werden, verglichen mit ihrem Quecksilberstande in auftauendem Eise, bevor sie erhitzt worden sind. Diese D. rührt von einer nachdauernden Ausdehnung des Thermometergefäßes her und ist eine so große Fehlerquelle, daß sie für genaue Beobachtungen berichtigt werden muß, am besten nach der Methode von Pernet. Vgl. Pernet, Beiträge zur Thermometrier (Münch. 1875). In der Meteorologie bezeichnet man mit D. den niedrigen Barometerstand, welcher infolge geringen Drucks der Atmosphäre eintritt. epressionsschuß heißt ein Schuß mit stark nach abwärs geneigter 7 des Geschützrohrs, wie er in Bergfestungen zur Bestreichung der Abhänge von oben her vorkommt, wodurch eine besondere Lafettierung bedingt wird. (S. Lafette.)

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 5, S. 65Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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