Detonation oder Verpuffung nennt man eine chem. Trennung oder Verbindung, welche plötzlich und von einem mehr oder weniger heftigen Knalle begleitet vor sich geht. Wenn man mehr die begleitenden, mechanisch zerstörenden Wirkungen ins Auge faßt, bezeichnet man den Vorgang als Explosion. So detoniert das sog. Knallgas, ein Gemisch von 1 Teil Sauerstoff- und 2 Teilen Wasserstoffgas, beim Anzünden; ein Gemisch von gleichen Teilen Chlorgas und Wasserstoffgas, sobald man ein damit gefülltes Glasgefäß in das Sonnenlicht bringt; Jodstickstoff beim Erwärmen oder Erschüttern; Knallsilber und Knallquecksilber durch einen Schlag; gewisse Nitrokörper, wie der Nitromannit, der Knallmannit und das pikrinsaure Kali ebenfalls. Man nennt auch D. die beim Entzünden eintretende, mit lebhaftem Geräusch verbundene Verbrennung eines Gemenges von einem brennbaren Körper mit chlorsauren oder salpetersauren Salzen, wie z. B. des Schießpulvers, oder ewisser nitroglycerinhaltiger Präparate, wie des ynamits und des Lithofrakteurs.