Diablerets (Les), ein Bergstock der westl. Berneralpen an der Grenze der schweiz. Kantone Waadt, Wallis und Bern, erstreckt sich als 25 km langer, schmaler Keil vom R önethal bei Bex mit zunehmender Breite nordöstlich bis zu der Hochebene des Sanetschpasses (2234 m), wird nördlich von der Gryonne, dem Col de la Croix (1734 m)/ dem obern Ormontthale, dem Col de Pillon (1550 m) und dem obern Saanenthale begrenzt, und südlich von dem Massiv des Grand Moeveran (3061 m) durch den Ranf. G und den Chevillepaß, von der Kette des Mont-Gond oder der Pointe de Flore (2701 m) durch die obere Lizerne geschieden. Die herrschenden Gesteine sind Kalkstein der Kreideformation und Schiefer, Sand⸗ und Kalksteine der untern Tertiärformation. Die Spitze des Keils zwischen der Gryonne und dem Avangon, die sich unweit Bex in den Rhöne ergießen, wird von den bewachsenen 1000—1800 m hohen Rucken und Kuppen der Berge von Gryon gebildet; weiter nordöstlich schwingt sich die Kette mit den Felsgräten und Zacken der Rochers du Vent, der Pointes de Chätillon und des Culant zu 2000 —2800 m Höhe auf und erreicht ihre größte Erhebung in der mächtigen 10 Aueetn der eigentlichen D., welche über der Alp Anzeindaz und dem Pas de Cheville aufsteigt. Hier erheben f an der Kante des mehr als 1000 m hohen schroffen Absturzes die Tete d'Enfer (2769 m), die Tete Ronde (3043 m), die beiden Spitzen (3217 und 3201 m) der Mitre (Bidte döchen und hinter diesen etwas zurücktretend die höchste Firnkuppe, der Döme (3246 m). Weiter östlich weist die Kette keine nennenswerten Gipfel mehr auf als die Tour de St. Martin (2913 m)/ welche als schroffer Felskegel aus der firngekrönten Kante der Südwand emporragt. Vom Döme zieht sich ein 3000 m hoher, meist vergletscherter Famm 11— ND. und verbindet die eigentlichen D. mit dem Oldenhorn 63124 w), das mit seinen Nachbarn, dem Sex Rouge (2977 m) und dem üdet. Wan (2917 m) den Nordrand des Massivs bildet. ährend auf den steilen Wänden des südl. Absturzes der Whane kaum haften kann, sind der Nord⸗ und Ostabhang stark vergletschert. Der größte Gletscher ist der Glacier de Zanfleuron, der das Hochthal zwischen den eigentlichen D. und der Kette des Oldenhorns ausfüllt, fast 5 Kmelang, durchschnittlich 2 Km breit ist und sich östlich gegen den Sanetsch senkt. Nördlich stehen mit ihm in Verbindung der Kleine Oldengletscher und der Glacier du Sex Rouge, der mit dem Glacier du Dard gegen den Pillon herabhängt. Südwestlich geht der Zanfleuron in den Diableretsgletscher über, der vom Döme der D. gegen den Felscirkus Ziffaz geneigt ist und durch seine über die Kante abstürzenden Eistrümmer den einzigen kleinen Gletscher der Südseite speist. Q N. und NW. senken sich von den eigentlichen D. vier kleine Gletscher und senden ihre Wasser in stäubenden Sturzbächen zum Creux de Champ hinab, dessen gewaltiger, von fast senkrechten Felsmauern gebildeter Cirkus halbkreisförmig in die Nordwestseite des Massivs eingeschnitten ist. Ein ähnliches Cirkusthal ist auch die Oldenalp am Ostfuße des Oldenhorns. Ungeheure Blockwälle und Trümmerfelder und zahlreiche Schuttkegel beweisen, daß am Südabsturz der D. häufig Felsablösungen und Bergstürze stattfinden. Die größten Stürze in histor. Zeit waren der von 1714, welcher 15 Menschen mit Herden und Hütten begrub, und der von 1749, der die Alphütten und Weiden von Derborence verschüttete und den kleinen See ar . Namens aufstaute. Alle Hauptgipfel der D. sind zugänglich und werden meist vom —7 vom Creux de Champ und von Anzeindaz aus bestiegen.