Diagonälmaschinen nennt man Apparate, welche dazu dienen, um in der Mechanik den Fundamentalsatz vom Bewegungsparallelogramm experimentell nachzuweisen, wobei es darauf ankommt zu zeigen, daß, wenn auf einen beweglichen Körper zwei durch gerade Linien dargestellte Kräfte unter einem Winkel wirken, der Körper in der Diagonale des Parallelogramms, welches aus jenen zwei Kräften konstruiert worden ist, sich bewegt. Die D. aus früherer Zeit sind so eingerichtet, daß mittels eines gemeinsamen Zugs zwei unter einem Winkel gegeneinander liegende Eisenstäbe sich parallel zu ihrer ursprünglichen Lage verschieben und dadurch eine im Winkel beider Kräfte liegende Kugel in der Diagonale bewegen. Bei den neuern D. wirken gleichzeitig unter einem Winkel zwei Elfenbeinkugeln durch Stoß auf eine dritte, bewegliche, welche infolge dessen in der Diagonale sich bewegt.