Diaphorése 196 die Hautausdünstung, das Schwitzen. (S. Mitee! (5 und Schweiß.) schiedenarüge Kanth Mittel, werden gegen verchiedenartige krankhafte 6 leitet mit diaph Vorteil benutzt. Namentlich leistet das iaphoretische Kurverfahren bei allen Erkältungskrankheiten und rheumatischen Affektionen, bei chronischen Hautleiden, bei Fettleibigkeit, bei bermäßigen Darmentleerungen und manchen Formen der Wassersucht, sowie als beruhigend und erschlaffend wirkendes Mittel bei krampfhaften Affektionen der verschiedensten Art recht ersprießliche Dienste, doch erfordert seine Anwendung bei allen schwächlichen, sehr erregbaren, sowie mit Lungen⸗ und Herzleiden be scher Kranken große Vorsicht. Das einfachste und sicherste Mittel, Schweiß achen oder Bet besteht in Ein Liceutes in wollene Decken oder Betten und dem g aßer Genuß von reichlichem warmen Getränk (Wasser, Flieder⸗, Linden⸗ oder Kamillenthee). Von den medikamentösen Mitteln werden zu dem gleichen Zweckdas essigsaure Ammoniak, Manche ätherisch-ölige und spirituöse Mittel, die Ipecacuanha sowie das Opium und seine Präparate benutzt; eine besonders intensive und anhaltende N bewirkt das erst neuerdings entdeckte Pilokarpin, ein Alkaloid, welches in den Blättern der brasil. Jaborandipflanze (Pilocarpus pinnotus Lam. aus der Familie der Rutaceen) enthalten ist. Zu den kräftigsten diaphoretischen Mitteln gehören endlich auch die warmen Bäder, feuchtwarmen Einpackungen, die irisch-röm. Bäder und die Dampfbäder, welche letztern sich namentlich gegen alle Erkältungskrankheiten einen wohlverdienten Ruf erworben haben.