Adstringentia (lat.), Adstringierende Mittel, nennt man in der Heilkunde diejenigen Mittel, welche die Gewebe dichter und fester, die Kanäle enger machen und die Absonderungen der betroffenen Teile vermindern. Diese Mittel gehen nämlich mit dem im Safte der Gewebe enthaltenen Eiweiß unlösliche Verbindungen ein und führen zu einer gewissen Schrumpfung des Gewebes; auch bewirken sie eine Gerinnung des Blutes. Daher wendet man sie an, um übermäßige Absonderungen, z. B. der Schleimhäute, zu unterdrücken, wie beim Katarrh, bei Diarrhöen, um krankhaft gelockerte und leichtblutende Gewebe zu betefigen wie bei Auflockerung des Zahnfleisches, um die Heilung von Geschwüren zu fördern, um der krankhaften Erweiterung der Blutgefäße bei beginnenden Entzündungen Reden der Kalt um Blutungen zu stillen u. s. w. Neben der Kälte, welche ahnlich wirkt, sind als Adstringentien sämtliche gerbsäurealtige Mittel, ferner Alkohol, Alaun, essigsaures lei, schwefelfaures Zink, schwefelsaures Kupfer, u. s. w. anzuführen. (S. Blutstillende Mittel.)