FeedAntipharmäkon (grch.)
ErdkundeBrockhaus 1882

Antipharmäkon (grch.), Mittel gegen Gifte, Gegengift; auch Mittel gegen Zauberei. ntiphellos, Stadt an der Südküste Lyciens +7 südl. Rleinasen, urspünglich nur der Hafenplatz der weiter landeinwärts gelegenen Stadt Phellos (daher der Name), war im Altertum berühmt durch die Siadf 5 Schwämme welche das die Mauer der Stadt bespülende Meer lieferte. Jetzt ist A. ein kleiner Hafenort, Antiphilo genannt, 4 Iutt Vilajet Konia. 907 Mittel, welche von der ältern Heilkunde d erecht zur Bekämpfung der Entzündungen 99 angewendet wurden. Dazu gehörten nadie Kälte in Form der nassen Umschläge oder des Eisbeutels, der Eispillen, sodann unter den innerlichen Mitteln die unorganischen Säuren, gewisse Salze und kohlensäurehaltige Getränke, Quecksilber und Jodmittel, endlich Ableitungen auf die Haut durch hautröreide —— blasen⸗ und pustelbildende Mittel und auf den Darm durch die verschiedenen Abführmittel. Jetzt hat sich die Behandlung der Entzündungen mannigfach abgeändert und folgt nur noch teilweise jenem alten Kanon. — In der von Lavoisier, der die alte Lehre vom Phlogiston (. d.) umstieß/ begründete Richtung. Chemiker von Lavoisiers Schule und Arzte von der obenerwähnten Behandlungsweise nannte man darum Antiphlogistiker.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 1, S. 726Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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