Diaskenase (von diaansvgev, d. h. errichten, bearbeiten) nennt man die Thätigkeit der Diaskeuasten, d. h. derer, welche den verdorbenen, unvollständigen oder durch Einschaltungen entstellten Text eines Schriftstellers, so namentlich den der Homerischen Gedichte, durch Ordnen, Anderungen, Ergänzungen und Streichungen herzustellen unternahmen. (S. Homer.) Auch bezeichnet man mit D. die Bearbeitung oder Umarbeitung namentlich dramatischer Werke durch die Dichter selbst oder andere. [Diätetik.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 5, S. 305Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei