Assemani (Jos. Simon), berühmter Orientalist, geb. 1687 e Tripoli in Syrien, Buwibe aus einer maronitischen, d. h. sen im tl. Familie am Libanon. Auf seinen Reisen im Orient, besonders in Agypten und Syrien (1735—38) sammelte er viele drient. Handschriften He die päpstl. Bibliothek, als deren Kustos er 14. Jan. 1768 starb. Seine bedeutendsten Werke sind: «Bibliotheca orientalis Clementino-Vaticana v (4 Bde., Rom 1719—28), enthaltend die syr. Handschriften der vatikanischen Bibliothek, die Ausgabe der Opera Ephraemi Syrir (6 Bde., Rom 1732 — 46), &Kalendaria ecclesine universae (6 Bde., Rom 1755 — 57) und „Bibliotheca juris orientalis canonici et civiliso (4Bde. Rom 1762—64, deutsch im Auszug, 2 Bde., Erl. 1776). Von seinem handschriftlichen Nachlasfe at Mai einiges herausgegeben. — Der Sohn seiner Schwester, Stephan Evodius A., geb. 1707 zu Tripoli, seit 1768 ebenfalls Kustos der orient. Handschriften der vatikanischen Bibliothek und Erzbischof von Apamea gest. 24. Nov. 1782, hat sich gleichfalls um die Kunde des christl. Orients verdient gemacht. Seine Hauptwerke sind die «Bibliothecae Mediceo-Laurentinae et Palatinae codices manuscripti orientales 5 (2 Bde., Flor. 1742) und die Acta sanctorum martyrum orientalium et occidentaliumo (2 Bde., Rom 1748). Auch beabsichtigte er, einen vollständigen Katalog der Manuskripte der vatikanischen Bibliothek herauszugeben; es erschien aber nur der erste Band (Rom 1757), da später alle seine Papiere verbrannten. — Der Bruder des letztgenannten, Joseph Aloysius A., geb. um 1710 zu Tripoli, Pro Feb an der Sapienza in Rom, gest. daselbst 9. Febr. 1782, gab unter anderm den Codex liturgicus ecelesiae universalis (13 Bde., Rom 1749 — 66) und »De catholicis et patriarchis Chaldaeorum et Nestorianorumo (Rom 1775) 2. aeb — Ein Verwandter der vorigen, Simon A., geb. 20. Febr. 1752 zu Tri-Dre⸗ wurde zu Rom erzogen, besuchte ber r den rient und (Padt 1785 die Professur der orient. Sprachen zu Padua, wo er 8. April 1821 starb. Er hat 0 namentlich durch das Museo cufico Naniano illustrato (2 Bde., Padua 1787— 88) um die ältere orient. Münzkunde Verdienste erworben. Von seinen übrigen Werken ist zu nennen: Saggio sull' origine degli Arabio (Padua 1787). Assemblée bedeutet im Französischen jede Versammlung, auch die Volks⸗ und Ständeversammlungen. Je nach dem Prinzip, welches für die Zusceidet man 2 der letztern maßgebend ist, untercheidet man Assemblées provinciales, zur Vertretung der Sonderinteressen von bevorzugten Ständen und Provinzen, wie dergleichen vor der Revolution in Frankreich bestanden, und Assemblées représentatives, die konstitutionellen Kammern, welche den Nationalwillen ausdrücken sollen. Geschichtlich denkwürdig ist besonders die 1787 von Calonne berufene Notabelnversammlung und ihre ur h erin seit 1789, die Assemblée constituante, ur e der neuen Verfassung Frankreichs. eriodische Versammlungen der Volksvertreter, die nach einer schon in Kraft gesetzten konstitutionellen Verfassung bei der Gesetzgebung mitwirken, heißen Assemblées législatives, gesetzgebende Versammlungen. In der gegenwärtigen franz. Republik führen die vereinigten beiden Kammern (Senat und Deputiertenkammer) den Namen Assemblée nationale oder Nationalversammlung.