Diastaltisch (arch.), sich ausdehnend; Gegensatz systaltisch, sich zusammenziehend. iastäse, Diastäs, nennt man ein hydrolytisches Ferment, welches sich ganz allgemein bei der Keimung Stärkemehl führender Samen bildet und Conversations-Lexikon. 13. Aufl. V. zuerst 1833 von Persoz und Payen im Malz, der gekeimten Gerste, beobachtet wurde. Es hat die Eigenschaft, bei Gegenwart von Wasser Anasaktalu lösen, und fungiert daher beim Keimungsakt als ittel, durch welches das unlösliche Stärkemehl von seiner Ablagerungsstelle zur Verbrauchsstätte transportiert werden kann. Eine minimale Menge des Ferments genügt zur Verflüssigung sehr großer Mengen von Stärkemehl. Von dieser Eigenschaft der D. macht man in der Bierhrauerei und Spiritusfabrikation Gebrauch. Das dabei angewandte und zu diesem Zweck bereitete Malz dient nur als Trä-R der D. Letztere * dabei nicht allein das im Malz enthaltene Stärkemehl, sondern kann noch eine weit größere Menge von Stärkemehl, welches in Form von zerkleinerten Kartoffeln, Roggen, Mais oder sonstigen Stoffen zugesetzt ist, in Lofun bringen. Dies geschieht unter den günstigsten Bedingungen bei zwischen 60 und 65 C. liegenden Temeraturen; über 655 C. hinauszugehen ist nicht rätich, wenn man den höchsten Effekt erzielen will, da bei 75 C. Zerstörung der D. eintritt. Die Produkte, welche bei der Einwirkung der D. auf Stärkemehl entstehen, sind in letzter Instanz Maltose (nicht Traubenzucker, wie man früher annahm) und Maltodextrin; zwischen diesen Endprodukten liegt aber eine Reihe von übergangsprodukten. (S. Dextrin.) Ganz analoge Wirkung wie die D. üben andere hydrolytische Fermente aus, so das im Mundspeichel enthaltene Ptyalin, das im Bauchspeichel enthaltene Pankreatin: außerdem scheinen sich auch bei der Fäulnis der Eiweißkörper, Fleisch, Blut u. s. w. ähnliche Fermente zu bilden.