FeedDiastöle
BaukunstBrockhaus 1882

Diastöle, auch Ektäsis (grch. eigentlich das Auseinanderziehen), heißt in der Metrik die durch die Kraft des rhythmischen Accents (der Arsis) bewirkte Dehnung oder Verlängerung einer Silbe, im Gegensatze zur Systole oder Verkürzung einer langen Silbe. In der — ist D. Erweiterung der Herzkammer. Die D. folgt auf die Systole, d. h. auf die aktive Zusammenziehung des Herzkammermuskels. (S. unter Herz.) Diiastölik (grch.) nannten die ältern Musiktechniker die Lehre von den Ab- und Einschnitten (Ineisionen und Interpunktionen) und wiederum von [den Verbindungen (Konjunktionen) der musikalischen Perioden in der melodischen Setzkunst. (Diastremma oder Diaströphe (grch.), Verrenkung, besonders die Dgeuunden der gelähmten Gesichtsmuskeln nach der gesunden Seite hin. Diastylos (grch., weitsäulig), Bezeichnung für eine Säulenstellung, bei welcher der Abstand von Säule zu Säule drei untere Säulendurchmesser oder mehr beträgt.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 5, S. 305Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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