Distichon (grch.) eine zweizeilige Strophe, vorugsweise ein aus Hexameter und Pentameter besiehendes Zeilenpaar; z. B. Schillers D. auf das D.: Im Hexameter steigt des Springquells flüssige Säule m Pentamctes drauf fällt fie melobisch herab. Die Griechen und ihre Nachahmer, die Römer, wandten das D. namentlich an für die Elegie, und es wurde deshalb auch der elegische Vers genannt; ferner für ihre Epigramme, worin die Deutschen nachfolgten. Besonders belannt ist unter dem Namen »Disticha eine Reihe lat. Sittensprüche, welche auch als Cato (s. d.) bezeichnet werden.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 5, S. 400Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei