Diatönisch heißt eine Fortschreitung durch solche Stufen der Tonleiter, die aus fünf ganzen und zwei halben Tönen besteht. Diese Tonfolge zeichnet sich dadurch aus, daß sie in wenigen Tönen eine verhältnismäßig große Anzahl harmonischer Intervalle enthält, d. h. solcher Intervalle, bei denen die Verhältnisse der Schwingungszahlen sich durch kleine ganze Zahlen ausdrücken lassen, nämlich außer der Oktave (1:2) die Quinte (2:3), Quarte (3:4), große Terz Leine kleine Terz (5:6), große Sexte (3:5) und kleine Sexte (5:8). Auch schließt sich die Folge der Töne und Intervalle in gewisser Weise derjenigen an, welche man in der natürlichen Tonreihe, der sog. harmonischen Oberreihe einer Saite oder Pfeife, beobachtet. So enthält der in der diatonischen Tonleiter vorkommende Dreiklang , e, g die beiden Intervalle große Terz und kleine Terz, welche zusammen eine Quinte bilden, in derselben Heiehen bor wie die harmonische Oberreihe. Die Griechen bezeichneten mit diesem Worte das erste ihrer drei mnem halben und und es bestand bei ihnen aus einem halben und zwei anzen Tönen: hode —efga. Dieses Klanggechlecht ist das einzige, das, ohne seine Natur zu verändern, aus der griech. in die abendländ. Musik