FeedDichtung
TechnikBrockhaus 1882

Dichtung, Liderung oder Packung (frz. garniture, étoupage; engl. leathering, packing), im Maschinenwesen im allgemeinen das Mittel, um zwischen zwei Metallflächen (Flanschen u. s. w.) einen dichten Abschluß herzustellen. Über die D. fester Rohrleitungen und im besondern der Dampfröhren s. unter Dampfleitung. Soll die D. ein leichtes Offnen des zwischen den Metallflächen hergestellten Verschlusses gestatten, was bei den Mannlochdeckeln der Dampfkessel, bei Verschlußdeckeln von Dampfkochgefäßen u. s. w. notwendig ist, so verwendet man als Dichtungsmaterial mit Talg getränkte Hanfzöpfe, Ringe oder Schnur aus vulkanisiertem Kautsch uk, Blei, Pappe, mit Miniumkitt vermengtes Werg. Am's wierigsten ist die D. von gegeneinander bewegten Metallflächen, wie der Kolben in Dampfeylindern, in Pumpen- und Gebläsecylindern, sowie der Kolbenstange in der Sartoile Vielfach bezeichnet man die Kolbendichtung als Liderung, Padt man bezüglich der Stopfbüchsen von der ackung spricht. Zur Kolbenliderung benutzt man umgelegte mit Talg getränkte Hanfzöpfe, Lederstulpen ha Pumpen), und in neuerer Zeit besonders selbst pannende Eisen⸗ oder Bronzeringe in Verbindung mit einer ausreichenden 4½½ der gleitenden Teile (Kolben). Als Stopfbüchsenpackung dient meist Hanf und Talg, mit Speckstein (Talk) durchmengte Baumwollzöpfe, sowie die sog. Metallpackung. (S. Stopfbüchsen.)

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 5, S. 313Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

Auf derselben Druckseite 3

Ähnliche Artikel 6

Mehr aus Technik 6