Dieburg, Kreisstadt in der großherzogl. hess. Provinz Starkenburg, an der Gersprenz und der Hessischen Ludwigsbahn gelegen, Sitz eines Kreisamtes, mit einer besuchten Marien-Wallfahrtskapelle, einer Strafarbeitsanstalt und (1880) 4250 meist kath. E., welche Landbau und Gewerbe, namentlich Blechwarenfabrikation, Gerberei, Schuhmacherei und Töpferei treiben. Für den röm. Ursprung der Stadt sprechen die verschiedenen hier ausgegrabenen Altertümer, sowie ihre Lage an einer
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 5, S. 322Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei