FeedDodwell (Henry)
Literatur & SpracheBrockhaus 1882

Dodwell (Henry), engl. Philolog und Chronolog, geb. zu Dublin 1641, gest. 7. Juni 1711 ebendaselbst, war seit 1688 Professor der Geschichte zu Oxford, welche Stelle er jedoch 1691 niederlegen mußte, weil er sich weigerte, dem Könige Wilhelm III. den Eid der Treue zu leisten, solange der König Jakob II. oder ein re ah eh Nachkomme „desselben lebe. Er beteiligte sich lebhaft an den theol. Streitigkeiten seiner Zeit; größern Wert als seine theologischen haben jedoch seine chronol. Schriften, darunter «De veteribus Graecorum Romanorumque cyeliso (Orf. 1702). Vgl. Brokesby, HThe life of D. with an account of his workso 2 Bde., Lond. 1715). Does (Jak. van der), holländ. Maler, geb. zu Amsterdam 4. März 1623, war ein Schüler von Nic. Moyaert, später von Pieter van Laar in Rom, wo er in die Künstlergesellschaft der Schilderbend aufgenommen und schließlich deren Haupt wurde. Er malte Tierstücke, besonders Schafe und Ziegen, in landschaftlicher Fassung; seine Bilder zeichnen sich durch Naturwahrheit aus, doch haben seine land-Melanchol Gründe durchgehends etwas Finsteres, Melancholisches. D. starb 17. Nov. 1673 im Haag. — Sein Sohn, Simon van der D., geb. 1653, gest. um 1717, folgte zum Teil der Richtung des vorigen, zum Teil als Porträtist dem C. Netscher.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 5, S. 424Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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