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HeilkundeBrockhaus 1882

Dodoens (Rembert) oder Rembertus Dodonäus, berühmter Botaniker des 16. Jahrh., ward geboren 1517 zu Mecheln, studierte zu Löwen und erwarb sich daselbst schon in seinem 18. uche den Grad eines Licentiaten der Medizin, besuchte sodann zu seiner weitern Ausbildung noch deutsche, franz. und ital. Universitäten. Er widmete sich hauptsächlich der Botanik, doch trieb er neben seiseiner Vaterstadt Mecheln, wo er seit 1548 angestellt war, außer Botanik noch astron. und geogr. Studien. Im J. 1574 wurde er als Leibarzt des Kaisers Maximilian II. nach Wien berufen und blieb daselbst auch unter Rudolf II., dem Nachfolger Maximilians, bis zum J. 1579. 90 Wien stand er in regem Verkehr mit seinem ebenfalls als Botaniker ausgezeichneten Landsmann Charles de Ü'Escluse (s. d.), der dem dortigen kaiserl. Garten vorstand. . J. 1582 kehrte er nach den Niederlanden zurück, nachdem er sich zwei Jahre lang in Köln aufgehalten hatte, und wurde Professor in Leiden. Als solcher starb er im März 1585 zu Leiden. Die bedeutendste Schrift D. ist das in * Auflagen zu Antwerpen erschienene Cruyde-Decko (mit 817 Abbildungen, 1554 u. 1563). (S. Botanik, Bd. III, S. 377a.) Ch. de l'Escluse lieferte eine franz. Übersetzung dieses Werks, die im J. 1557 erschien.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 5, S. 423Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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