FeedDörbeck (Franz Burchard)
Bildende KunstBrockhaus 1882

Dörbeck (Franz Burchard), Kupferstecher, geb. zu —5⁷ in Livland 10. (21.) Febr. 1799 als der Sohn eines armen Schneidermeisters, kam 1814 zum Kupferstecher Neyer nach Petersburg in die Lehre und fand schon 1817 daselbst eine Anstellung als Graveur bei der Erpedition zur Anfertigung der Staatspapiere. Im J. 1819 indessen gab D. aus Gesundheitsrücksichten diese Stellung auf, etablierte sich in Riga und begab sich 1823 nach Berlin, um sich in seiner ant weiter auszubilden. Hier erhob sich D.s Talent bald über das Mittelmäßige. Sein Stich verrät bei großer Reinheit eine ungemeine Fertigkeit in lebendiger Auffassung und Darstellung von Scenen des gewöhnlichen Lebens. Sein Album academicumo mit Scenen aus dem Burschenleben in zwei Heften, seine berliner Kostüme, Tagesbegebenheiten und berliner Redensarten, bildlich And sei t, haben seinen Namen bekannt gemacht und stellen sich den besten in ihrer Gattung an die Seite. Ebenso sind seine Staffagen i0 dem berliner Straßen-und öffentlichen Lokalleben aunig geicnen. dabei originell und leicht auf Stein gezeichnet. D. begab sich im Sommer 1835 über Riga nach Fellin, wo er am 20. Sept. (2. Okt.) desselben 5, Ste verschied. Doörböd, Stamm der Kalmücken (. d.).

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 5, S. 484Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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