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ErdkundeBrockhaus 1882

Dowus, d. h. Dünen, heißen im südl. Eugland zwei Reihen von Kreidehügeln, North-D. und South-D., welche zwischen sich eine langgestreckte, fruchtbare Mulde fassen, im ganzen entwaldet sind und nur hier und da eine Bauminsel, einen sog. Weald, aufzuweisen haben. Beide Reihen sind an ihrem westl. Anfange miteinander verbunden. Vom Ostende der Salisbury-Ebene, in deren N. die Marlborough-D. mit dem 295 mhohen Milchberg liegen, erstreckt sich ein breiter Zug von Kreideland, als Hampshire-D. bekannt, mit dem 296 m hohen Inkpen-Beacon und dem 263 m hohen Highelere-Beacon, nach O. hin und teilt sich dann in zwei Zweige. etwa von Winchester an: der nördliche, die 263 bis 100 m hohen North-Downs, zieht sich als schmale, nach N. steil und nach S. allmählich abfallende Hügelreihe gerade nach O. hin, allmählich breiter werdend, bis er in den Nord⸗ und Süd-Forelands und den Klippen von Dover und Folkestone endet. An einer der Breschen in diesen D., in der von Farnham, liegt das permanente militärische Lager von Aldershot. Die viel kürzern South-Downs, ebenfalls gegen N. steil abfallend, ziehen von Eastbourne, wo sie steile Falaisen am Meere bilden (Beachy-Head), durch das südl. Susser bis zur Grenze von Hampshire und schließen sich mittels der Petersfield-D. und anderer Erhebungen an die Hügel der Dorset-Höhen. Ihre Höhe ist 270 bis 35 m, und sie ziehen als „ Hochs flach gestutzte Rücken oder leicht gekrümmte, höchst einförmige, hintereinander geordnete Linie von WNW. nach SO. Ein gleichmäßiger, schöner Grasteppich bedeckt sie ununterbrochen, von za lreichen Schafherden (den berühmten South-Down-Schafen) belebt. Boxale (mittellat.), in kath. Kirchen das den hohen Chor vom Hauptschiff trennende Gitter. oxölogie, ein griech. Wort, bedeutet ein Gebet zum Preise der Majestät Gottes. Namentlich nannte man so in der christl. Kirche den Lobgesang der Engel (Luk. 2, 14: Ehre sei Gott in der Höher u. s. w.) und den Schluß des Vaterunser ((Denn dein ist das Reiche u. s. w.). Die sog. große D. ist eine weitere Ausführung des Englischen Lobgesangs, welche in der kath. Kirche bei der Abendmahlsfeier und am Morgen gesungen wird; sie beginnt mit den Worten „Gloria in excelsis Deoy. Nach spätern jüd. Brauche wurde die D. in kurzer Fassung der Erwähnung des Gottesnamens behre gefügt, namentlich wo der Redende etwas der Ehre Gottes zu nahe Tretendes erwähnen mußte. Im Neuen Testament findet sich dieselbe in etwas erweiterter, übrigens nicht völlig feststehender Form am Schlusse der apostolischen Briefe, selten einzelner Abschnitte derselben.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 5, S. 513Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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