Drahtgewebe, Metalltuch (frz. tissu métallique, toile métallique, engl. wire gauze), ein mit wenigen Ausnahmen nur aus Eisen-⸗ und Messingdraht in Größen von 10 bis 30 und noch mehr Meter Länge und 220—1500 mm Breite hergestelltes, meist glattes, seltener geköpertes Gewebe, das hauptsächlich zu Sieben Verwendung findet. Die gröbsten haben offnungen von 12 mm im Quadrat; bei den feinsten gewöhnlich vorkommenden Sorten kommen etwa 2000 Offnungen auf 1 qem, doch werden auch solche mit über 5000 Offnungen auf 1 gem fabriziert. Die Herstellung erfolgt, bei Eisendraht in durch Ausglühen erweichtem Zustand, teils auf Stühlen, sog. Siebmacherrahmen, welche nur die Anfertigung von 2m Länge nicht übersteigenden Stücken gestatten, teils auf solchen, mittels deren man endlose Gewebe zu liefern im Stande ist und die meist mit dem gewöhnlichen Leinweberstuhl Ahnlichkeit haben. Weitläufig ergestellte Drahtgewebe werden nicht nur in flacher wouer mit Ölfarbe angestrichen oder bemalt, zu Jalousien verwendet, sondern auch, in runde oder ovale Gefäßform gepreßt, als Körbchen, Schüsselglocken etc. benutzt. uchbendertunit 98 (von Brehmer), s. unter Buchbinderkunst, Bd. III, S. 651 a.