Drahthindernisse werden durch Pfähle, die mittels Eisendraht verbunden sind, hergestellt und spielen besonders in der Feldbefestigung eine wichtige Rolle. Man unterscheidet Drahtzäune, welche mehr als Abschluß dienen (an Stelle von Palissadierung) und aus 2—3 muvoneinander entfernten e arte ebildet werden, die durch horizontal geführte starke Drähte mehrfach verbunden sind, und Drahtnetze oder Drahtverflechtung, welche eine gewisse Breite des Terrains (10 m und darüber) bedecken und ungangbar machen. Beim Drahtnetz werden in Abständen von etwa 2 m Pfähle von 1,20 m Länge und 10 em Stärke so tief eingeschlagen, daß sie in verschiedenen Höhen, 80 bis 1,20 em, frei stehen. Die Drähte, teils von größerer, teils von geringerer Stärke, werden abwechselnd steigend und fallend geführt, um die Bildung horizontaler Flächen zu vermeiden, welche durch Auflegen von Brettern leicht überbrückt werden könnten. Drahtnetz bedarf keines Schutzes gegen Geschützfeuer und wird daher namentlich auf dem Glacis von Feldschanzen angelegt, auch im Graben und auf der Escarpe desselben. Es gehört den wirksamsten, am schwersten aus dem Wege zu räumenden Hindernismitteln (s. d.). *